Trinkgeld in Wien: Restaurants, Cafés und Touren

In Wien gibt man weniger Trinkgeld als in den USA und lockerer, als viele befürchten: etwa 5 bis 10 Prozent in Restaurants, Kleingeld in Kaffeehäusern und eine höfliche Frage, wenn eine geführte kulinarische Tour zu Ende geht.

Ein Cafétisch mit einer Kaffeetasse, einem Glas Wasser und einem kleinen Rechnungstablett auf einer Marmorplatte

Kurz gesagt

In Wiener Restaurants sind 5 bis 10 Prozent Trinkgeld üblich. Nennen Sie beim Bezahlen den Gesamtbetrag, den Sie zahlen möchten. In Kaffeehäusern runden Sie auf oder lassen 0,50 bis 1 Euro liegen. Für Guides bei kulinarischen Spaziergängen gibt es keine verbindliche Regel, fragen Sie den Guide oder prüfen Sie die Buchungsseite.

Wien folgt weder der amerikanischen Trinkgeld-Logik noch der strengen europäischen No-Tip-Praxis. Die Stadt liegt dazwischen: Kellner verdienen einen angemessenen Lohn, Trinkgeld ist kein Überlebensfaktor, aber bei einem Restaurantbesuch nichts zu geben, wird als Hinweis auf schlechten Service gewertet. Üblich sind 5 bis 10 Prozent in Restaurants. Wichtig ist auch das Bezahlritual: Man lässt kein Geld auf dem Tisch liegen und geht, sondern teilt dem Kellner den gewünschten Gesamtbetrag mit, während dieser mit dem Kartengerät am Tisch steht.

Dieses Ritual und einige lokale Besonderheiten wie die Gedeck-Pauschale oder die Regelung zu Leitungswasser bringen Besucher oft durcheinander. Am Flughafen bekommt man keinen Leitfaden, und Reiseführer fassen das Thema meist in einem Satz zusammen. Diese Anleitung erklärt jede Situation einzeln: Restaurants, Kaffeehäuser, Marktstände und Würstelstände, Guides bei bezahlten Spaziergängen, Taxifahrer und Hotelpersonal sowie die Momente, in denen kein Trinkgeld erwartet wird. Jeder Abschnitt steht für sich, wenn Sie nur die Antwort fürs Kaffeehaus suchen, können Sie direkt dorthin springen.

Wie viel Trinkgeld gibt man in Wiener Restaurants?

In Wiener Restaurants sind 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld üblich, wobei 10 Prozent für besonders guten Service stehen und 5 Prozent für durchschnittlichen Service. Sie nennen den Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld, wenn der Kellner die Rechnung bringt, nicht, indem Sie später Geld auf dem Tisch liegen lassen.

Ein Kellner in weißem Hemd trägt ein Tablett mit Kaffee und Wasser an kleinen Marmortischen vorbei

Die Abläufe sind einfach, sobald man sie einmal gesehen hat. Wenn der Kellner mit der Rechnung kommt, schauen Sie sich den Betrag an, entscheiden sich für eine runde Summe im Bereich von 5 bis 10 Prozent und nennen sie laut. Der Satz „Stimmt so“ bedeutet „So ist es in Ordnung“ und wird verwendet, wenn Sie bar zahlen und dem Kellner den Unterschied überlassen. Bei Kartenzahlung gilt dasselbe Prinzip: Das Gerät wird Ihnen gereicht oder steht bereits am Tisch, und Sie geben den Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld selbst ein. Kartenzahlung ist in Wiener Restaurants üblich, sodass dies kein Manöver nur für Bargeld ist, auch wenn kleine Scheine an anderen Orten Ihres kulinarischen Tages praktisch sind.

Zwei Dinge überraschen Besucher. Erstens: Trinkgeld ist gesetzlich nicht vorgeschrieben und wird nicht automatisch auf die Rechnung aufgeschlagen. Alles, was Ihnen in Rechnung gestellt wird, steht auch auf der Rechnung, einschließlich der Gedeck-Pauschale, die weiter unten erläutert wird. Zweitens: In lockeren Lokalen reicht das Aufrunden. In einem traditionellen Beisl mit moderater Rechnung ist es völlig normal, auf den nächsten sinnvollen Betrag aufzurunden und „Stimmt so“ zu sagen, das ist ein Trinkgeld, das innerhalb der Prozentspanne liegt, ohne dass man rechnen muss. Österreicher selbst rechnen selten bis zum Cent; die Geste und die runde Summe sind entscheidend.

Wenn der Service tatsächlich schlecht war, zahlen Einheimische einfach den exakten Betrag und gehen. Das wird als stilles Urteil verstanden, und kein Kellner wird Ihnen nachlaufen. Aber Sie sollten sich sicher sein, dass der Fehler beim Service lag und nicht an einem überfüllten Samstagabend, bevor Sie diese Methode anwenden.

Für einen umfassenderen Überblick, woher die Restaurantrechnungen in Wien stammen, zeigt der Guide zu den besten Restaurants in Wien nach Bezirken die Viertel, für die sich ein Budget lohnt.

Wie funktioniert Trinkgeld in Wiener Kaffeehäusern?

In Wiener Kaffeehäusern rundet man auf oder lässt etwa 0,50 bis 1 Euro liegen, eine kleinere Geste als ein prozentualer Anteil im Restaurant. Von einem Stammgast, der einen Melange trinkt und eine Stunde lang Zeitung liest, wird nicht erwartet, dass er so viel Trinkgeld gibt wie ein Tisch, der ein vollständiges Mittagessen bestellt.

Ein Marmortisch in einem Kaffeehaus mit einem Melange auf einem Silbertablett, einem Glas Wasser und einer gefalteten Zeitung

Das Kaffeehaus ist eine langsame Institution, die in Österreich als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist und von der Wien Tourismus als UNESCO-Kulturerbe bezeichnet wird. Das zeigt sich auch im Bezahlrhythmus: Man bestellt, bleibt so lange sitzen, wie man möchte, oft wird unaufgefordert Wasser zum Kaffee serviert, und man zahlt, wenn man nach der Rechnung fragt. Das Trinkgeld ist eine kleine Aufrundungsgeste, keine prozentuale Berechnung. Runden Sie auf den nächsten Euro oder fügen Sie einen halben Euro für aufmerksamen Service hinzu, dann liegen Sie voll im Rahmen der Gepflogenheiten.

Die Preise geben einen Eindruck von der Größenordnung. Klassische Häuser verlangen etwa 6,90 Euro für einen Melange, eine Scheibe Sachertorte in bekannten Cafés kostet rund 8,50 Euro, im Café Hotel Sacher etwa 11,50 Euro. Schauen Sie am Tag selbst auf die Speisekarte, die Preise können je nach Saison variieren. Bei einer solchen Rechnung ist ein Trinkgeld von einem halben bis einem Euro genau das, was die Stammgäste am Nebentisch tun.

Eine historische Anmerkung, die oft falsch wiedergegeben wird: Die Kaffeehauskultur wurde 2011 in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Österreichs aufgenommen, und die Wien Tourismus bezeichnet sie auf ihren Seiten als UNESCO-Kulturerbe. Das ist die präzise Formulierung, und sie erklärt, warum diese Institution so viel Gewicht hat. Für einen tieferen Einblick in die Kaffeehäuser selbst sehen Sie sich den Guide zur Wiener Kaffeehauskultur und die Analyse des berühmten Kuchenstreits in Sachertorte oder Demel: Wo man den Kuchen isst an.

Bestellung im Kaffeehaus Gemeldeter Preis (Euro) Übliches Trinkgeld Bezahlweise
Ein Melange in einem klassischen Haus etwa 6,90 Aufrunden Den Gesamtbetrag dem Servicepersonal nennen
Melange und Apfelstrudel ca. 12 bis 16 kombiniert 0,50 bis 1 Euro „Stimmt so“ oder aufgerundeter Gesamtbetrag
Sachertortenscheibe im Café Hotel Sacher laut Angaben ca. 11,50 Aufrunden Den Gesamtbetrag dem Servicepersonal nennen
Balkendiagramm zum Vergleich typischer Trinkgeldbeträge in Restaurants, Kaffeehäusern und Imbissständen in Wien

Gibt man auf einer kulinarischen Tour in Wien dem Guide Trinkgeld?

Es gibt keine verbindlichen Richtlinien für Trinkgelder auf kulinarischen Touren in Wien. Anbieter veröffentlichen keine Standards, daher ist die ehrliche Antwort: Fragen Sie den Guide zu Beginn oder prüfen Sie vorab auf der Buchungsseite, was im Preis enthalten ist. Gäste, die Trinkgeld geben, orientieren sich meist am üblichen Restaurantbrauch.

Kleine Gruppe an einem Marktstand im Freien, während ein Guide auf Brot und Käse zeigt

Das ist die eine Trinkgeld-Frage, die sich mit gesicherten Fakten nicht klären lässt, und wer etwas anderes behauptet, rät ins Blaue. Zahlreiche Reiseberichte geben einen festen Prozentsatz für Reiseleiter als verbindlich aus; für Wien gibt es jedoch keine veröffentlichten Belege für eine feste Zahl. Dokumentiert ist, was eine Führung umfasst, und diese Inklusivleistungen bilden die Grundlage für Ihre Trinkgeld-Entscheidung.

Die kulinarische Tour „Vienna Food Tour: Kaffeehäuser, Märkte, Mittagessen & Straßenessen“ dauert 5 Stunden 30 Minuten und umfasst laut Beschreibung Verkostungen, Mittagessen sowie lokale Erklärungen des Guides, alles in einem Paket. Ein Trinkgeld ist hier also wirklich freiwillig und kein Aufschlag auf ein Gehalt. Gleiches gilt für kürzere Formate wie die „Vienna Coffeehouse Tour“ mit 3 Stunden 30 Minuten: Lesen Sie vorab die enthaltenen Leistungen und Stornierungsbedingungen auf der Buchungsseite und fragen Sie den Guide nach dem Umgang mit Trinkgeld, falls dort nichts steht.

Ein praktischer Tagesablauf: beim Buchen die Angebotseite nach einem Hinweis auf Trinkgeld durchsuchen. Fehlt dieser, Bargeld in kleinen Scheinen einplanen, denn nicht jeder Guide hat ein Kartenterminal dabei, und der Abschied am Ende der Tour erfolgt auf der Straße, nicht an einer Kasse. Und wenn ein Spaziergang besonders gut ankommt, ist ein Abendausflug wie die Kleingruppen-Tour „Vienna Dinner, Wine & Cocktails“ mit vier Stunden Dauer laut Buchungsseite genau das Format, bei dem ein Dank am Ende natürlich wirkt und nicht wie eine Pflichtübung.

Was ist die Gedeck-Pauschale in Wien?

Das Gedeck ist eine pro Person berechnete Pauschale von etwa 2 bis 5 Euro in traditionellen oder gehobenen Wiener Restaurants. Sie deckt Brot, Aufstriche und die Tischdecke ab. Rechtlich zulässig ist sie nur, wenn sie auf der Speisekarte ausgewiesen ist, und Sie zahlen sie unabhängig davon, ob Sie das Brot essen oder nicht.

Besucher halten die Gedeck-Zeile manchmal für ein verstecktes Trinkgeld oder eine Abzocke. Beides ist nicht der Fall. Es handelt sich um einen alten und offen kommunizierten Brauch, und die Angabe auf der Speisekarte ist die rechtliche Voraussetzung, um ihn in Rechnung zu stellen. Wenn er nicht ausgedruckt ist, darf er auch nicht berechnet werden. Die Tischsitten, vom Gedeck bis zur Art und Weise, wie man die Rechnung anfordert, werden ausführlicher in Wiener Restaurant-Knigge: Gedeck und Leitungswasser behandelt.

Das Gedeck ist kein Trinkgeld und ersetzt dieses auch nicht. Betrachten Sie es als kleine Fixkosten für den Tisch und geben Sie dann zusätzlich 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld. In einem einfachen Beisl entfällt das Gedeck oft ganz, während es in großen Kaffeehäusern und traditionellen Restaurants üblich ist, wo Brotkorb, Butter und Aufstriche automatisch serviert werden. Wenn Sie ein lockeres Abendessen mit einem Mittagessen in einem Grand Café vergleichen, erklärt die Pauschale mit, warum die Rechnung im Café höher ausfällt, obwohl die Speisen ähnlich wirken.

Leitungswasser gehört in dieselbe gedankliche Schublade: ein kostenpflichtiges Angebot, kein Trick. Eine Stichprobe der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2026 mit 30 Wiener Lokalen ergab, dass 23 davon für Leitungswasser Gebühren verlangten, meist 0,80 bis 3,60 Euro pro 0,5 Liter, sobald es auf der Speisekarte mit einem Preis aufgeführt war. Nur drei Betriebe boten es bedingungslos kostenlos an. Wenn also auf der Rechnung ein Posten für Wasser erscheint, den Sie nicht erwartet haben, ist der erste Schritt, die Speisekarte zu prüfen, nicht die Laune des Servicepersonals.

Gebühr Typischer Betrag (Euro) Trinkt man zusätzlich?
Gedeck-Gebühr 2 bis 5 pro Person Ja, 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags
Leitungswasser (wenn auf der Speisekarte aufgeführt) 0,80 bis 3,60 pro 0,5 L Nein, es ist ein kostenpflichtiger Posten
Brotkorb (im Gedeck enthalten) Enthalten Nein

Ist der Service bereits in den Preisen in Wien enthalten?

Die Preise auf der Speisekarte in Wien beinhalten Steuern und Service in dem Sinne, dass nichts im Nachhinein stillschweigend hinzugefügt wird. Dennoch ist ein Trinkgeld zusätzlich zum Rechnungsbetrag in Restaurants üblich. Die Rechnung, die Sie erhalten, ist die Rechnung, die Sie zahlen, es sei denn, es steht ein Posten wie das Gedeck darauf.

Genau diese Nuance verwirrt sowohl amerikanische Gäste, die eine Trinkgeldkultur erwarten, als auch manche europäischen Besucher, die davon ausgehen, dass der ausgedruckte Betrag final ist. Wien liegt dazwischen: Der ausgedruckte Betrag ist final und korrekt, und das Trinkgeld ist eine separate, gesellschaftlich erwartete Geste von 5 bis 10 Prozent, die am Tisch überreicht wird. Niemand wird Sie deswegen verfolgen, und niemand wird es für Sie hinzufügen. Ein Einheimischer, der unzufrieden ist, zahlt einfach den exakten Betrag, und das gilt als stille Bewertung des Services.

Noch ein wichtiger Punkt zu Rechnungen: Seit dem 1. November 2019 sind Speiseräume in Österreich per Gesetz rauchfrei, Rauchen ist nur in ausgewiesenen Außenbereichen erlaubt. Die Rechnung, die Sie erhalten, bezieht sich also ausschließlich auf Essen, Getränke und die ausgedruckten Posten, nichts weiter. Die genauen Regelungen sind auf dem österreichischen Unternehmensservice-Portal unter usp.gv.at nachzulesen.

Gibt man an Wiener Marktständen und Wurstelständen Trinkgeld?

An Marktständen und Wurstelständen ist es üblich, Kleingeld zu geben oder gar nichts: Runden Sie den Betrag für eine Wurst auf oder lassen Sie das Wechselgeld einfach liegen. Es gibt keine prozentuale Erwartung, und niemand denkt schlecht darüber, wenn Sie exakt zahlen.

Ein Wurstelstand bei Dämmerung mit Dampf über dem Grill und Gewürzflaschen auf der Theke

Der Wurstelstand ist ein Stehimbiss, der am Tresen oder unterwegs gegessen wird, und funktioniert völlig anders als ein Restaurant. Gleiches gilt für den Kauf von Oliven, Käse oder Brot auf dem Markt: Sie zahlen den ausgewiesen Preis, und die Frage nach Trinkgeld stellt sich kaum. Wenn ein Standmitarbeiter Ihnen extra Servietten reicht, Ihre Einkäufe besonders sorgfältig verpackt oder Ihnen vor dem Kauf eine Kostprobe anbietet, ist das Liegenlassen von Kleingeld eine freundliche Geste im Wiener Geist, und wird hier mehr wahrgenommen als eine mechanische Prozentzahl beim Abendessen.

Märkte haben ihren eigenen Rhythmus, und es hilft, die Öffnungszeiten zu kennen, bevor man einen günstigen Nachmittag plant. Die offiziellen Standöffnungszeiten des Naschmarkts betragen maximal 6:00 bis 21:00 Uhr an Wochentagen und 6:00 bis 18:00 Uhr samstags, wobei alle Stände von Dienstag bis Freitag zwischen 15:00 und 18:00 Uhr geöffnet sein müssen, laut der Seite der Stadt Wien unter wien.gv.at. Der samstägliche Flohmarkt daneben findet etwa von 6:30 bis 15:00 Uhr statt, mit Einschränkungen am 12. und 19. Dezember 2026 wegen des Weihnachtsbaummarkts und entfällt ganz am 25. und 26. Dezember. Die Details stehen in den Öffnungszeiten des Naschmarkts und im Leitfaden zum Samstags-Flohmarkt.

Das bloße Schlendern kostet nichts, was den Markt zu einem idealen Ausgangspunkt für einen preiswerten kulinarischen Tag macht: Man schlendert über die Stände, probiert, wo Verkostungen angeboten werden, und investiert das budgetierte Geld in einen Sitzplatz, wo die Trinkgeldregel tatsächlich gilt. Der Naschmarkt-Führer „Was man essen und wo“ hebt die Dinge hervor, für die sich das Geld lohnt.

Gibt man Taxifahrern und Hotelangestellten in Wien Trinkgeld?

Taxifahrer in Wien erhalten in der Regel den Fahrpreis auf den nächsten ganzen Euro aufgerundet oder einen oder zwei Euro obendrauf, und Hotelportiers bekommen etwa 1 bis 2 Euro pro Gepäckstück. Trinkgeld für die Zimmerreinigung ist optional, einige Euro am Ende des Aufenthalts gelten als angemessene Geste.

Das sind kleine, unauffällige Beträge aus Bequemlichkeit. Der Taxifahrpreis wird beim Bezahlen auf den nächsten runden Betrag aufgerundet, und der Fahrer gibt den Unterschied ohne Umstände zurück. Der Portier, der zwei Koffer ins Zimmer trägt, erhält eine oder zwei Münzen pro Stück. Niemand erfasst oder prüft diese Gesten, und keine davon erreicht die Prozentsätze von Restaurants. Wer stattdessen Fahrdienste per App nutzt, kann das gleiche Aufrundungsprinzip in bar anwenden, falls Bargeld dabei ist; andernfalls regelt die App selbst die Abwicklung.

Die Hotelpreise in Wien haben eine Eigenheit, die man beim Auschecken kennen sollte: Die Wiener Ortstaxe, die Touristenabgabe auf Unterkünfte, beträgt aktuell 5 Prozent des Grundpreises und steigt ab dem 1. Juli 2027 auf 8 Prozent, laut der Wirtschaftskammer Wien unter wko.at. Diese Abgabe steht auf der Hotelrechnung, nicht auf dem Teller, erklärt aber eine Position, die viele Besucher an der Rezeption nachfragen. Wo man sich überhaupt niederlassen sollte, wird in „Wo man in Wien übernachtet, für Feinschmecker“ behandelt.

Ein Hotel-Empfang mit Messingglocke, Zimmerschlüsseln an Haken und einem kleinen Wechselgeldtablett

Wann ist es in Wien in Ordnung, kein Trinkgeld zu geben?

In Wien ist es in Ordnung, kein Trinkgeld zu geben, wenn es keinen Tischservice gibt: bei Thekenverkauf, zum Mitnehmen, an einem Marktstand oder bei einem Selbstbedienungsbuffet. In einem Restaurant mit Bedienung am Tisch wirkt das exakte Bezahlen des Rechnungsbetrags wie ein bewusstes Signal, dass etwas schiefgelaufen ist.

Der Unterschied liegt im Service, nicht im Preis. Ein Käsekrainer, der im Stehen an einem Wurstelstand gegessen wird, wirft keine Trinkgeldfrage auf. Eine bescheidene Suppe in einem Restaurant mit Bedienung schon, und die 5-Prozent-Untergrenze gilt auch bei kleinen Rechnungen, deshalb fällt das Aufrunden um einige Münzen mittags proportional stärker ins Gewicht als abends. Schlechter Service ist der andere Fall, in dem Einheimische exakt zahlen, und das wird auch so verstanden. Es lohnt sich aber, sicherzugehen, dass der Fehler beim Service lag und nicht an einem vollen Samstag.

Besuche in Heurigen mit Buffet folgen dem lockeren Muster. Typische Selbstbedienungs-Kaltbuffet-Teller kosten etwa 6 bis 12 Euro, und ein Abendessen liegt oft zwischen 8 und 15 Euro in Nachbarschaftslokalen, wie 2026 in Führern berichtet wird. Gäste runden den Betrag meist auf oder lassen Kleingeld da, statt einen Prozentsatz zu berechnen. Ein Achtel Wein kostet etwa 3 bis 5 Euro, wie in denselben Führern angegeben. Die Preise des Tages stehen auf der Buffettafel, und ein echter Heuriger serviert nur Wein aus dem eigenen Weingut, erkennbar am Tannenbuschen und am Ausg’steckt-Schild. Zum Format selbst siehe „Heuriger in Wien: ein Besucherleitfaden“.

Situation Erwartetes Trinkgeld Wie man es gibt
Restaurant mit Bedienung 5 bis 10 Prozent Den Gesamtbetrag dem Servicepersonal nennen
Traditionelles Kaffeehaus Aufrunden oder 0,50 bis 1 Euro Den Gesamtbetrag dem Servicepersonal nennen
Wurstelstand oder Marktstand Kleingeld oder nichts Münzen in die Schale legen
Selbstbedienungsbuffet Aufrunden oder nichts An der Kasse
Geführte kulinarische Tour Kein verbindlicher Standard Frage den Guide oder prüfe die Buchungsseite

Die authentische kulinarische Tour durch Wien mit Mittagessen, Straßenessen und drei Getränken, die laut Angebot 5 Stunden dauert, ist ein gutes Beispiel dafür, warum die letzte Zeile wichtig ist: Die Beschreibung listet auf, was enthalten ist, und die Frage nach dem Trinkgeld lässt sich am besten klären, indem man direkt nachfragt oder die Buchungsseite vor dem Termin liest, statt mit einer angenommenen Prozentzahl zu kommen.

Wer die ganze Frage lieber aus der Hand geben möchte, findet auf der Website hinter diesem Leitfaden, Vienna Food Tours, eine Übersicht über die buchbaren Optionen in verschiedenen Formaten und Preisklassen.

Häufige Fragen zum Trinkgeld in Wien

Wie viel Trinkgeld gibt man in Wiener Restaurants?

Fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags, wobei zehn Prozent sehr guten Service kennzeichnen. Nennen Sie dem Servicepersonal den inklusive Trinkgeld gewünschten Gesamtbetrag, statt Bargeld auf dem Tisch liegen zu lassen.

Gibt man in Wiener Kaffeehäusern Trinkgeld?

Ja, aber nur wenig: Runden Sie auf oder lassen Sie 0,50 bis 1 Euro da. Ein Kaffee und ein langer Aufenthalt rechtfertigen keine prozentuale Erwartung.

Was bedeutet „Stimmt so“?

Es bedeutet „So ist es in Ordnung“ und ist die übliche Art, dem Servicepersonal mitzuteilen, dass es das Wechselgeld vom gezahlten Betrag behalten soll, oder einen aufgerundeten Gesamtbetrag zu bestätigen.

Gibt man Guides bei kulinarischen Spaziergängen in Wien Trinkgeld?

Es gibt keinen verbindlichen Standard. Fragen Sie den Guide zu Beginn des Spaziergangs oder prüfen Sie auf der Buchungsseite, welche Leistungen inkludiert sind und ob Trinkgeld erwähnt wird, und nehmen Sie für alle Fälle kleine Scheine mit.

Ist die Gedeck-Pauschale ein Trinkgeld?

Nein. Das Gedeck ist eine Deckungsgebühr von etwa 2 bis 5 Euro pro Person für Brot und Tischdecke, die nur dann rechtlich zulässig ist, wenn sie auf der Speisekarte ausgewiesen ist. Sie ersetzt nicht die übliche Trinkgeldspanne von 5 bis 10 Prozent.

Darf ein Restaurant in Wien Leitungswasser in Rechnung stellen?

Ja, wenn der Preis auf der Speisekarte steht. Eine Stichprobe aus dem Jahr 2026 mit 30 Wiener Lokalen ergab, dass 23 davon dafür Gebühren verlangten, meist 0,80 bis 3,60 Euro pro halben Liter.